Digitale Transformation


So profitieren Errichter

Beitrag aus dem SICHERHEITSFORUM 4/16
Von Peter Monte

Die Umstellung von der analogen auf die IP-basierte Technologie in der Sicherheitsbranche schreitet zügig voran. Mittlerweile stehen den Errichtern verschiedene IP-basierte Übertragungsgeräte mit Konverter-Modulen zur Verfügung, die analoge Gefahrenmeldeanlagen ohne grossen technischen Aufwand mit einer Leitstelle verbinden.

Trotzdem ist es immer wieder eine Herausforderung, mit den unterschiedlichsten Übertragungsprotokollen in der Praxis umgehen zu können. Obwohl nebst den proprietären Protokollen auch Standardprotokolle wie DC-09 oder VdS 2465 verwendet werden, unterscheidet sich ihre Realisierung doch leicht von Hersteller zu Hersteller. Auch ist der Prozess, vom ersten Angebot an den Kunden bis zur Freigabe der Alarmübertragung durch die Leitstelle, zeitintensiv und mit grossem administrativem Aufwand verbunden. Die Inbetriebnahme des Übertragungsgerätes ist mit der Leitstelle zu terminieren und genau abzustimmen. Diese Terminkoordination mit den Leitstellen und Kunden schränkt den Errichter in seiner täglichen Arbeit zum Teil erheblich ein. Dies ist mit ein Grund, weshalb Errichter in der Regel den Leitstellenpartner nicht mehr wechseln, selbst dann, wenn es für sie und ihre Kunden in bestimmten Fällen vorteilhafter wäre.
Sicherheitsplattformen bieten innovative Lösungen, um den Errichtern den administrativen und technischen Aufwand wesentlich zu verringern.

Angebote verschiedener Leitstellen kombinieren
Moderne Sicherheitstplattformen bieten eine Auswahl an individuellen Dienstleistungen von unterschiedlichen Leitstellen. Daraus kann der Errichter das beste Angebot für seinen Kunden auswählen. Diese Plattformen sind länderübegreifend aktiv. Sie verknüpfen beispielsweise die Alarmüberwachung rund um die Uhr durch eine österreichische Leitstelle mit dem Interventionsdienst von Schweizer Firmen in unmittelbarer Nähe des überwachten Objektes. Das kann für preissen-sitive Kunden eine sehr interessante Alternative sein.

Digitalisierter Aufschaltauftrag
Das Aufschaltauftragsblatt inklusive der Konfiguration des Übertragungsgerätes kann einfach elektronisch bearbeitet und an die Leitstelle verschickt werden. Zusätzliche Unterstützung bieten die verfügbaren Datensätze sämtlicher Objekte in der Schweiz, um die Eingabequalität der erforderlichen Angaben spürbar zu erhöhen. Die vorkonfigurierten Übertragungsgeräte erleichtern dem Techniker vor Ort die Inbetriebnahme. Werden zusätzlich zur Alarmüberwachung auch Interventionsdienstleistungen benötigt, zeigt die Plattform die geografische Abdeckung der Intervention der ausgewählten Leitstelle an, was für den Errichter sehr komfortabel ist. Dadurch entfällt das umständliche Nachfragen bei der Leitstelle.

Einfache Inbetriebnahme
Die Leitstelle erhält sämtliche Aufschaltinformationen automatisch, kann diese zeitnah prüfen und die Aufschaltung ebenfalls auf dem elektronischen Weg freigeben.
Die Übertragungsgeräte werden für die bestellten Dienstleistungen vorkonfiguriert, was dem Errichter die Inbetriebnahme erleichtert. Eine Kommunikation mit der Leitstelle, um beispielsweise die IP-Adressen und den Geräteschlüssel zu erfragen, ist nicht mehr nötig. Ebenso kann die Kommunikation mit der Leitstelle beim Übertragungstest entfallen, wenn Übertragungsgerät und Leitstelle den Testmodus unterstützen. Die Ergebnisse kann der Errichter in Echtzeit überprüfen. Abgeschlossen wird der Inbetriebnahmetest mit einem digital signierten Zertifikat, dass als Leistungsnachweis dienen, aber auch bei rechtlichen Auseinandersetzungen nützlich sein kann.

Transparente Prozesse und Alarmübertragung
Der Errichter kann sich jederzeit auf der Sicherheitsplattform darüber informieren, in welchem Status sich der Aufschaltungsprozess befindet (Hat der Kunde bestellt oder die Leitstelle die Aufschaltung freigegeben?) oder in welchem Zustand sich bereits aufgeschaltete Übertragungsgeräte befinden.
Details über einzelne Objekte bezüglich Alarmübertragung, Verbindungsstörungen und Gerätezustand stellt dem Errichter die Sicherheitsplattform periodisch zur Verfügung. Diese Informationen können helfen, Störungen zu beheben, bevor sie sich negativ auswirken, und/oder Störungsursachen schneller zu finden.
Alle mit dem Objekt im Zusammenhang stehenden Dokumente werden auf der Sicherheitsplattform archiviert und unterstützen den Errichter, um beispielsweise vergangene Vorgänge nachzuvollziehen.

Fazit
Moderne Sicherheitsplattformen unterstützen den Errichter, das optimale Angebot für seine Kundschaft zu finden, und führen ihn durch den administrativen Prozess und die Inbetriebnahme. Sie helfen, den Prozessfortschritt und seine Objekte im Blick zu behalten. Letztendlich verkürzen sie den Aufschaltprozess massiv, reduzieren Fehler und Missverständnisse und sparen Zeit und Nerven.

Den Artikel können Sie hier als PDF downloaden.

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